aha!infoline weiss Rat

Was muss ich bei einer Hausstaubmilbenallergie beachten? Ich vertrage einige Lebensmittel schlecht, was soll ich tun? Welche Produkte eignen sich für meine sensible Haut?

aha! Allergiezentrum Schweiz - aha!infoline - aha! weiss Rat - Fragen und Antworten aus dem Alltag des BeratungstelefonsFragen wie diese werden unseren Beraterinnen an der aha!infoline immer wieder gestellt. Auf dieser Seite finden Sie eine kleine Auswahl Beispielen. Auch Ihre Frage wird beantwortet – unter 031 359 90 50. 

Die nachstehende Liste wird fortlaufend ergänzt. Beachten Sie bitte: Die Antworten ersetzen nicht das Aufsuchen einer ärztlichen Fachperson. An der aha!infoline werden keine Diagnosen gestellt oder Therapien eingeleitet.

 

Januar 2019

Luftbefeuchter anschaffen?

Frage: Liebe aha!infoline, ich leide an Atemwegsallergien und im Winter, wenn es in den beheizten Räumen so trocken ist, habe ich grosse Probleme mit meinen Schleimhäuten. Ist es zu empfehlen, einen Luftbefeuchter anzuschaffen oder ist ein solcher wirklich nur ein Bakterienherd? Vielen Dank für Ihre Antwort, liebe Grüsse, Herr K., 52 Jahre...

Antwort:
Lieber Herr K., trockene Schleimhäute sind unangenehm und können allergische Symptome tatsächlich verschlimmern. Dennoch sollten Luftbefeuchter nur eingesetzt werden, wenn die Luftfeuchtigkeit bei einer Temperatur von 20 bis 21 Grad während mehrerer Wochen weniger als 30 Prozent beträgt und Symptome wie Haut- oder Augenreizungen oder vermehrt Erkältungen auftreten. 

Wenn Sie einen Luftbefeuchter nutzen möchten, ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit ständig zu kontrollieren und das Gerät gemäss Herstellerangaben zu warten. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt drinnen zwischen 30 und 50 Prozent. Liegt sie darüber, vermehren sich Hausstaubmilben verstärkt und es kommt eher zu einem Schimmelpilzbefall.  

Dass die Luft als trocken empfunden wird, kann auch andere Gründe haben als eine geringe Luftfeuchtigkeit und es helfen oft schon einfache Tricks: Räume nicht zu stark heizen, Staub und Reizstoffe verringern, nicht übermässig Kerzen abbrennen, regelmässiges Durchlüften und Zimmerpflanzen aufstellen – sie verdunsten viel Wasser. Nicht geeignet für Allergiker sind aber unter anderem: Euphorbia, Gummibäume (Ficus), Kakteen, Weihnachtsstern, Yucca, Dieffenbachie. 

Weitere Informationen zu Allergieauslöser und Reizstoffe in Innenräumen finden Sie in unserer Broschüre und unter folgendem Link zum Thema Luftbefeuchter auf der Seite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Liebe Grüsse, Ihre aha!infoline

 

Oktober 2018

Erdnussallergiker: Vorsicht beim Küssen

Frage: Liebe aha!infoline, ich leide an einer sehr starken Erdnussallergie. Kann küssen für mich gefährlich werden? Liebe Grüsse, Frau M., 24 Jahre. 

Antwort:
Lieber Frau M., tatsächlich könnte Ihnen ein Kuss gefährlich werden: Hat Ihr Partner Erdnüsse gegessen, ist kurz danach eine hohe Menge der Allergieauslöser (Allergene) im Speichel nachweisbar. Diese könnte genügen, um durch den Kontakt beim Küssen eine allergische Reaktion bei Ihnen auszulösen. Es gibt Hinweise, dass die Erdnussallergene nach einigen Stunden dann nicht mehr im Mund nachweisbar sind. Leider scheinen Zähneputzen oder Kaugummikauen diese Dauer nicht zu verkürzen. Unser Rat: Am sichersten ist es für Sie, wenn Ihr Partner während der gemeinsamen Zeit auf Erdnüsse verzichtet. Ist dies keine Option, empfehlen wir Ihnen, einige Stunden mit Küssen zu warten, wenn Ihr Partner Erdnüsse gegessen hat. 

In jedem Fall ist es aber wichtig, dass Sie stets auch Ihre Notfallmedikamente bei sich haben und Ihr Umfeld über Ihre Allergie informieren.

Liebe Grüsse, Ihre aha!infoline

 

September 2018

Mythos Sonnenallergie

Frage:
Liebe aha!infoline, zu Beginn meiner Strandferien hatte ich plötzlich rote Pusteln und juckende Quaddeln auf meinen Schultern. Ein paar Tage später waren diese weg. Bin ich allergisch auf die Sonne? Liebe Grüsse, Herr K., 47 Jahre.

Antwort: 
Umgangssprachlich bezeichnet man Hautreaktionen, die durch die Sonne ausgelöst werden, oft als Sonnenallergie. Meist handelt es sich aber nicht um eine klassische allergische Reaktion: Die Haut reagiert auf die ungewohnt hohe UVA- und/oder UVB-Strahlung – in manchen Fällen in Kombination mit Inhaltsstoffen von Kosmetikprodukten. Um sich künftig besser zu schützen, empfehlen wir: die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen, fett- und emulgatorfreie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden und auf Parfüms zu verzichten. Für die Diagnostik und passende Behandlung wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt; Ihre Ärztin.

Liebe Grüsse, Ihre aha!infoline

 

Juni 2018

Heuschnupfen im Süden?

Frage:
Liebe aha!infoline, ich bin allergisch auf verschiedene Pollenarten und nun reisen wir nach Italien in die Sommerferien. Welche Bäume und Gräser lösen dort Heuschnupfen aus? Muss ich mich auf grosse Beschwerden vorbereiten? Liebe Grüsse, Frau M., 38 Jahre.

Antwort: 
Liebe Frau M, im Mittelmeerklima wachsen neben den momentan auch hier blühenden Gräsern auch andere Pflanzenarten, die wichtig für Allergien sind: Das ist etwa der Olivenbaum, der bei einer Eschen-Sensibilisierung allergische Beschwerden verursachen kann. Allergen wirken auch die Zypresse und das Glaskraut (Parietaria), das bis in den Oktober hineinblüht. Wir empfehlen auf jeden Fall, die Pollenprognose im Land zu verfolgen. Links zu den Pollenflugdaten in Italien und anderen europäischen Ländern finden Sie auf unserer Webseite www.pollenundallergie.ch.

Liebe Grüsse und schöne Ferien! Ihre aha!infoline

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