Interview mit Lagerleiter

      

Gesundheit soll Spass machen

Cornelius Obermeier hat in über 14 Jahren gegen 30 Lager für allergie- und asthmakranke Kinder geleitet. Seine grosse Erfahrung und sein Einfühlungsvermögen lassen ein Kinderlager von aha! jeweils zu einem ganz speziellen Erlebnis werden. Er schildert die etwas «anderen Grenzen und Regeln» in dieser nicht alltäglichen Lagerleiter-Funktion.

aha!: Seit bald 15 Jahren leiten Sie Lager für asthma- und allergiekranke Kinder. Was ist Ihre Motivation?
Cornelius Obermeier: Es macht mir sehr viel Spass mit Kindern zu arbeiten. Für mich steht aber auch die medizinisch-therapeutische Seite im Vordergrund. Ich will, dass es den Kindern nach einem Lager besser geht. Training, Konditionsaufbau und Atemschulung sind also sehr wichtige Aspekte. Idealerweise müsste man dafür die Kinder zwei Wochen lang betreuen können.

aha!: Wie gehen Sie die Organisation eines Lagers an?
Cornelius Obermeier: Sobald Lagerdatum und Lokalität feststehen, stelle ich das Team zusammen. Es ist das vielleicht Schwierigste am Ganzen. Ich muss Leute finden, die Kenntnisse aus den Bereichen Medizin, Gymnastik, Pädagogik oder Sport mitbringen und sich die fraglichen Tage freimachen können. Sie sollen zudem mit dem Thema Allergien und Asthma vertraut sein und gut im Team kooperieren. Es sind ein Stück weit Sportlager, doch die Arbeit mit allergie- und asthmabetroffenen Kindern setzt andere Grenzen und Regeln. Alle im Leiterteam müssen die Krankheitsgeschichten der Kinder genau kennen.

aha!: Sie und Ihr Team übernehmen viel Verantwortung...
Cornelius Obermeier: Ja, denn wir machen nicht einfach nur auf Animation. Es gilt, Medikation und Inhalation der Kinder zu überwachen, mit ihnen Atem- und Gymnastikübungen zu machen. Wir müssen uns zudem jederzeit darauf einstellen können, wenn einzelne Kinder eine intensivere Betreuung brauchen. Das ganze Team trifft sich jeweils einen Tag vor Lagerbeginn. Es ist der eigentliche «Schlüsseltag». Haus und Gegend werden inspiziert, die Notfallärzte vor Ort besucht und orientiert, Fahrpläne für Bus und Bahnen zusammengetragen. Der Inhalationsplan muss stehen und ein Zimmer für die medizinische Betreuung eingerichtet sein. Ein Ämtliplan wird erstellt, Verhaltensregeln definiert und Programmpunkte besprochen. Es sind auch Absprachen mit der Köchin nötig. Denn es nehmen vermehrt auch Kinder mit Nahrungsmittelallergien an den Lagern teil. Sie sind in der Regel sehr gut darauf eingestellt oder bringen gewisse Nahrungsmittel gleich selber mit.

aha!: Neben dem «Pflichtprogramm» wollen die Kinder vor allem auch Spass und Abenteuer erleben. Für jedes Lager wählen Sie ein Thema.
Cornelius Obermeier: Das Thema soll sich wie ein roter Faden durch die Woche ziehen. Im Vorfeld und noch während des Lagers selbst wird dieses Thema dann mit Ideen gefüllt. Die Leiterinnen und Leiter bringen jeweils sehr viel an eigener Kreativität und Spontaneität mit ein. Ein paar fixe Programmpunkte wiederholen sich allerdings in jedem Lager. So ist stets eine Wanderung, mindestens ein Besuch im Schwimmbad oder eine Lager-Olympiade vorgesehen. 

Direkt helfen

Dank Spenden kann aha! die Kinderlager als kostengünstiges Angebot organisieren. Mit einer Spende von 40 Franken oder einem Betrag wird das Angebot und die Organisation der aha!kinderlager unterstützt. Gespendet kann auf folgendes  Postcheckkonto 30-11220-0 werden.

 

Impressionen aus früheren aha!kinderlagern

Bilder «Kinderlager 2010»
Bilder «Kinderlager 2009»
Bilder «Kinderlager 2008»
Bilder «Kinderlager 2007»
Bilder «Kinderlager 2006»
Bilder «Kinderlager 2005»
Bilder «Kinderlager 2004»
Bilder «Kinderlager 2003»
Bilder «Kinderlager 2002»

 

 
 





 



 

 

 

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